Die September-Box kommt aus Allschwil am Rand von Basel — und sie trifft die Brauerei in ihrem zehnten Jahr, mit den beiden Bieren, mit denen alles anfing.
Zehn Jahre seit der Küche
2012, nach einem halben Jahr quer durch die USA auf den Spuren der nordamerikanischen Craft-Bier-Welt, kam Fabian Ehinger zurück nach Basel und fing an zu brauen. Nicht in einer Brauerei — in einer leerstehenden Küche mitten in der Stadt, auf einer Anlage, die 25 Liter fasste. Der Name ist seither wörtlich zu nehmen. Im Schweizer Brauereiregister steht KITCHEN BREW seit 2013.
Dann kamen mehrere Jahre von dem, was kleine Brauer tun, bevor sie sich eigene Wände leisten können: Gastbrauen auf fremden Anlagen, in Brauereien im näheren und weiteren Umkreis von Basel. 2016 bekam KITCHEN BREW ein eigenes Zuhause, an der Binningerstrasse 101 in Allschwil — eine ehemalige Druckerei, der man den Industriecharme der 1950er-Jahre noch ansieht. Aus dem 25-Liter-Topf wurde ein 10-Hektoliter-Sudhaus.
Diese Brauerei wird dieses Jahr zehn, und gefeiert wird auf die direkteste Art, die einem Brauer zur Verfügung steht: mit einem Bier. 4123 — die Postleitzahl von Allschwil — ist eine Spezialabfüllung ihres Everyday Blond, erschienen im Juni 2026. Die Wahl ist kein Zufall: Everyday Blond war das erste Rezept, das im eigenen Haus entstand.
Zehn Jahre später liegt die Küche weit zurück. In der alten Druckerei gibt es heute Abende der offenen Türe mit ofenfrischer Pizza Napoletana und frisch gedämpften Dumplings, Brauerei-Führungen und Tastings, und einen Saal für ein paar hundert Leute. Geblieben ist der Satz, den sie über alles schreiben: mit Herzblut statt Hektoliter. Vom Swiss Beer Award im April 2026 kamen sie mit fünf Auszeichnungen zurück, darunter Gold für ihr Alice NEIPA.
In der Box
Sechs Flaschen aus Allschwil — und zwischen ihnen spannen sich die ganzen zehn Jahre: das erste Bier, das Fabian je gebraut hat, und das erste, das er in diesem Haus gebraut hat:
- Cascade Amber Ale · 5,8% vol.
Das erste Bier, das KITCHEN BREW je gemacht hat. Fabian hat es im Winterhalbjahr 2012/13 auf der kleinen Anlage entwickelt, seit Mai 2013 ist es im Verkauf — und bis heute der Klassiker des Hauses. Ein Amber Ale nach nordamerikanischer Art: Cascade- und Mosaic-Hopfen über Pilsner-, Münchner- und Karamellmalz, dunkelbernstein mit rotem Ton, etwas Röstnote, und trockener, als das Karamell vermuten lässt. Unfiltriert. - Everyday Blond · 5,2% vol.
Das erste Rezept, das in der Allschwiler Brauerei entstand, im September 2016 — und darum trägt genau dieses Bier und kein anderes die Jubiläumsabfüllung. In deiner Box steckt die alltägliche Version, was ziemlich genau der Punkt daran ist: helles Weizenmalz für die Feinheit, Mandarina-Bavaria-Hopfen für eine feine Fruchtigkeit, filtriert, ohne vorgeschobene Bitterkeit. Benannt danach, wie oft man danach greift. Mit dem Swiss Beer Award ausgezeichnet. - Session IPA · 4,5% vol.
Erschienen am 19. Dezember 2014 — und das Datum ist der Punkt. Statt des gehaltvollen Weihnachtsbiers, das diese Woche nahelegt, stellte die Brauerei ein leichtes hin. Einzeln gehopft mit Citra, goldhell, mit mehr Malzkörper, als 4,5% eigentlich tragen dürften. - India Dark Ale · 6,5% vol.
Acht Tage älter als das Session IPA — und sein Gegenstück. Ein IPA, dunkel gelesen: Citra, Cascade und Amarillo über Wiener, Münchner, Karamell- und Röstmalz. Das dunkle Malz wird bewusst zurückhaltend eingesetzt, darum wird es dunkelbraun statt schwarz. Die meistausgezeichnete Flasche dieser Box — Platin am Meininger International Craft Beer Award 2017 und Anthrazit am Swiss Beer Award 2026. - Hefeweizen Hell · 4,8% vol.
Das jüngste Bier des Hauses, seit dem 4. Dezember 2024 im Verkauf. Klassisch bayrisch und hell, unfiltriert, mit bewusst dezent gehaltener Bananennote. Pilsner- und Münchner Malz mit hellem Weizenmalz. - Tripel · 8,7% vol.
Mit Abstand die stärkste Flasche hier — und die belgische Tradition dahinter ist genau die, die ein Starkbier gefährlich trinkbar macht. Golden, gebraut mit weissem Kandiszucker, mit markanter Restsüsse. 2022/23 war es eine Limited Edition, erst seit September 2025 gibt es das Tripel ganzjährig.
Alle 33cl. Wenn du sie an einem Abend öffnest, arbeite dich nach Alkoholgehalt nach oben: Session IPA (4,5%), Hefeweizen Hell (4,8%), Everyday Blond (5,2%), Cascade Amber Ale (5,8%), India Dark Ale (6,5%), Tripel (8,7%). Prost!
Deine Box geht um den 10. September auf die Reise. Verfolgen kannst du sie mit dem Link in deiner Versand-E-Mail. Prost — deine lokale Craft-Brauerei, Bier Factory Rapperswil.
